„Was kostet das?“ ist die erste Frage, die jeder zum Thema Solaranlage stellt — und die, an der das Internet am meisten scheitert: lose Zahlen ohne Kontext und Rechner, die erst Ihre Telefonnummer wollen. Dieser Artikel nennt Ihnen keine Zauberzahl, denn wer eine Zahl nennt, ohne Ihr Dach und Ihre Rechnung gesehen zu haben, rät. Was Sie hier bekommen, ist nützlicher: zu wissen, was den Preis tatsächlich bewegt, was in ein seriöses Angebot gehört und wie Sie das Angebot vor Ihnen beurteilen.
Was den Preis einer Solaranlage bestimmt
Fünf Faktoren erklären fast die gesamte Preisspanne zwischen zwei scheinbar ähnlichen Anlagen:
- Installierte Leistung (kWp) — der dominierende Faktor. Mehr Module, mehr Kosten. Beachten Sie aber: die Kosten pro kWp sinken mit der Anlagengröße, weil Montage, Anschluss und Papierkram weitgehend gleich bleiben.
- Dachart — Tonziegel, Blech, Faserzement oder Flachdach brauchen jeweils andere Unterkonstruktionen. Ein Flachdach benötigt Ballast oder eine Aufständerung, was Material kostet.
- Zugang und Höhe — ein zweigeschossiges Dach mit schwierigem Zugang kann Hebetechnik erfordern. Ein realer Kostenpunkt, den manche Angebote verschweigen und später nachreichen.
- Entfernung zum Zählerschrank — je weiter, desto mehr Kabel und Arbeitszeit.
- Batteriespeicher — die Variable mit dem größten Ausschlag. Eine Anlage mit Speicher kann fast das Doppelte einer einfachen Eigenverbrauchsanlage kosten.
Was in ein seriöses Angebot gehört
Vergleichen Sie Angebote über die Positionsliste, nicht über die Endsumme. Ein vollständiges Angebot für eine Solaranlage enthält:
- Photovoltaikmodule mit Marke, Modell und Einzelleistung;
- Wechselrichter mit Marke und Leistung — nicht „passender Wechselrichter“;
- Unterkonstruktion passend zur Dachart;
- Verkabelung, DC- und AC-Schutz sowie Anschluss an den Zählerschrank;
- Monitoring-System;
- UPAC-Anmeldung bei der DGEG — eine Eigenverbrauchsanlage muss in Portugal registriert werden, und das macht Arbeit;
- Garantien: auf die Geräte (Module und Wechselrichter haben unterschiedliche Fristen) und auf die Installation.
Ist ein Angebot deutlich günstiger als die anderen, liegt der Unterschied meist in einem dieser Punkte — typischerweise beim Wechselrichter, bei der Unterkonstruktion oder bei der Anmeldung, die stillschweigend zur „Sache des Kunden“ wird.
Wie viel eine Anlage an der Algarve erzeugt
Hier kommt die gute Nachricht — und der Grund, warum die Rechnung hier besser aufgeht als in weiten Teilen Europas. Eine gut ausgerichtete Anlage in dieser Region erzeugt typischerweise über 1.500 kWh pro installiertem kWp und Jahr. Ein Wert, um den Sie jeder Solarteur in Deutschland beneidet, wo dieselbe Technik deutlich weniger liefert.
Praktisch heißt das: Schon eine bescheidene Hausanlage deckt einen erheblichen Teil des Tagesverbrauchs. Und der Tagesverbrauch ist genau dort, wo an der Algarve die teuren Verbraucher sitzen — Klimaanlage im Sommer, Poolpumpe, Haushaltsgeräte.
Der Fehler, der teuer wird ohne zu sparen
Der teuerste Fehler ist nicht die falsche Marke — es ist die Überdimensionierung. Eine Anlage, die größer ist als Ihr Tagesverbrauch, speist Strom ins Netz zu einem Wert weit unter dem Einkaufspreis. Sie zahlen mehr für die Investition, und der Überschuss bringt Ihnen wenig.
Das Gegenteil kommt ebenfalls vor, wenn auch seltener: Eine zu kleine Anlage lässt Einsparpotenzial liegen, und eine spätere Erweiterung kostet mehr, als es gleich richtig zu machen, weil Wechselrichter und Schutzeinrichtungen erneut angefasst werden müssen.
Deshalb beginnen wir bei Visky immer gleich: mit Ihren tatsächlichen Rechnungen der letzten 12 Monate und dem verfügbaren Platz. Die Auslegung kommt daher, nicht aus einer Tabelle.
Wann sich die Investition amortisiert
Die Amortisation hängt von drei Dingen ab: was die Anlage gekostet hat, was sie erzeugt und — der meistübersehene Faktor — wie viel dieser Erzeugung Sie direkt verbrauchen. Ein tagsüber bewohntes Haus oder eine im Sommer ausgelastete Ferienimmobilie hat einen sehr hohen Eigenverbrauch und amortisiert schnell. Ein Haus, das Montag bis Freitag leer steht, verbraucht weniger selbst, und die Amortisation zieht sich.
Es gibt einfache, kostenlose Wege, den Eigenverbrauch zu erhöhen: Waschmaschine und Poolpumpe in die Sonnenstunden legen und Wasser mittags statt nachts erwärmen. Allein das hebt den Anteil eigener Energie spürbar.
Gehören Batterien in die Rechnung?
Speicher erhöhen die Unabhängigkeit, verlängern aber die Amortisation. Klar sinnvoll sind sie in zwei Fällen: bei schwachem oder instabilem Netz — häufig in ländlichen Teilen der Costa Vicentina und in Monchique — und bei stark abendlastigem Verbrauch. Verbraucht Ihr Haus vor allem tagsüber und ist das Netz stabil, arbeitet das Geld meist anderswo besser, etwa in einer Wärmepumpe als Ersatz für einen Elektroboiler.
Kurz gefasst
Der Preis einer Solaranlage an der Algarve ist keine Katalogzahl: Er ergibt sich aus Ihrem Verbrauch, Ihrem Dach und Ihren Gerätewahlen. Worauf Sie bestehen können und sollten, ist ein aufgeschlüsseltes Angebot mit Marken, Leistungen, Garantien und Anmeldung, damit Sie Gleiches mit Gleichem vergleichen.
Sie wollen die Zahl für Ihren Fall? Visky prüft Ihren Verbrauch kostenlos und legt innerhalb von 24 Werkstunden ein detailliertes Angebot vor, unverbindlich. Sprechen Sie uns an oder kommen Sie in eines unserer 3 Geschäfte in Lagos, Almancil oder Aljezur.
